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Die Historie des Gartenbauvereins Schwarzach-Schmeilsdorf -

Eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit!

1855

Erste Aktivitäten in Hinblick auf eine spätere Vereinsgründung durch Schwarzacher Landarzt Ludwig Kürschner mit folgenden Vereinsaktivitäten:

  • Beratungsversammlungen in Gastwirtschaften

  • Besichtigung mustergültiger Obstanlagen

  • Angebot von Saatgut und Pflanzen

  • Obstausstellungen

  • Fachinformation im Kulmbacher Wochenblatt

  • Vereinsorgan „Schwarzacher Blätter“: Monatsblatt für Baum-, Obstbaum-, Maulbeerbaum-, Wein-, Seiden- und Bienenzucht, nebst der einschlägigen Land- und Gartenwirtschaft

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1895

Gründungsversammlung als „Obstbaumschutzverein Obermaingau“ am 15. Dezember in Wernstein.

1. Vorsitzender August Ramming

  • Erste Obstbaumzählung zusammenfassend aus den dazugehörigen Ortschaften (Wernstein, Schimmendorf, Veitlahm, Mainleus, Schwarzach, Schmeilsdorf, Danndorf) ergab eine Gesamtsumme von 7.420 Obstbäumen.

  • Beratung über die Vorgehensweisen für die Abwehr bei Diebstahlgefahr

  • Schulung von Obstanbauern in verschiedenen Bereichen

  • Obstausstellungen

  • Organisation von Obstverkauf in großem Stil (mit Versand)

  • Förderung von Vogelschutz (im Hinblick als Helfer zur Schädlingsbekämpfung)

 

1897

Vorstandswechsel: 1. Vorsitzender Freiherr Carl von Künssberg

1912

Vorstandswechsel: 1. Vorsitzender Martin Nagel

1914

Zwangspause durch den 1. Weltkrieg.


1917

Langsamer Wiederaufbau des Vereinslebens, denn von 91 Mitgliedern kamen nur 16 Personen.


1928

Anschaffung einer Obstpresse, die auf dem Anwesen Nagel aufgestellt wurde.


1936

Bau eines Kelterhäuschens, Wechsel der Vorstandschaft:

1. Vorsitzender Hans Schütz aus Schmeilsdorf.


1939 – 1946

2. Weltkrieg (keine Vereinstätigkeiten bekannt).

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1947

Der Vereinsvorsitz wird neu vergeben (aktuelle Vereinsmitglieder 32), 1. Vorsitzender Heinrich Ramming aus Ruffenhaus.


1956 Neue dazugekommene Aufgaben des Vereins:

Blumenschmuck und Dorfverschönerung.

 

1960

Vorstandswechsel: 1. Vorsitzender Andreas Bauer aus Schmeilsdorf.

 

1962

Umbenennung in „Gartenbauverein“. Verschiedene Einzelorte bekamen wiederholt die Auszeichnung beim Kreiswettbewerb „Das schönere Dorf“ und auch Einzelleistungen bei Vorgarten- und Fensterschmuck wurden belohnt.

1969

Vorstandswechsel: 1. Vorsitzender Hermann Hofmann.

Es folgen vermehrt Vorträge zu Obst- und Gemüseanbau, Dorfverschönerung, Heimatpflege und Naturschutz. Man informierte bei Lehrfahrten, Gartenschauen. Steiler Anstieg der Mitgliederzahlen.

1983

Umzug anläßlich der 650 Jahre Feier von Mainleus


1988

Verleihung der „Goldenen Rose“ (Höchste Auszeichnung des Bayr. Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege) an Hermann Hofmann für seine beispielhafte Arbeit.

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1994

Fertigstellung und Einweihung des Vereinshauses mit Kelterhaus, Obstanlage, Gemüse- und Blumengarten.

1962/63 folgte der Bau einer Werkhalle in Wachholder, 1980 die Einweihung des Karosserie- und Fahrzeugbaubetriebs (Erweiterung 1989) im Industriegebiet "Rothe Kelter" in Mainleus. Neben den Vereinen engagierte er sich auch in seiner Innung, war unter anderem 25 Jahre Obermeister der oberfränkischen Karosserie- und Fahrzeugbau-Innung.

Für sein Wirken erhielt Hermann Hofmann zahlreiche Ehrungen. Er war unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenobermeister und Gewerberat des Handwerks. Hermann Hofmann war seit 1962 mit Ehefrau Lucie verheiratet.

Das Paar hat drei Kinder und vier Enkel. Neben dem Gesangverein und dem Posaunenchor engagierte er sich noch bei der Feuerwehr Wernstein.

Den Gartenbauverein Schwarzach-Schmeilsdorf e. V. führte er von 1969 bis 2007 als erster Vorstand.

Unter seiner Regie ist die Mitgliederzahl unseres Gartenbauvereines von 70 auf 300 angewachsen.

Eine starke Leistung!

Im Februar 2014 mußten wir Abschied von unserem Vorstand, Freund und Förderer nehmen.

Über Jahrzehnte unterstützte und leitete er unseren Gartenbauverein mit seinen Ideen,

seiner Erfahrung und Tatkraft. Er wird uns immer in dankbarer Erinnerung bleiben.
 

Unser unvergessener 1. Vorstand

Herrmann Hofmann

Beständigkeit - wie die Treue zu den Vereinen - war ein Wesenszug von Hermann Hofmann, der als jüngstes von sieben Kindern am 21. Oktober 1932 geboren wurde. Er entstammte einer alteingesessenen Handwerkerfamilie in Wachholder.

Er wuchs während des Zweiten Weltkrieges auf. Sein älterer Bruder kehrte aus dem Weltkrieg nicht heim. Hermann Hofmann trat in dessen Fußstapfen und absolvierte eine Lehre als Wagner im elterlichen Betrieb. Eine Entscheidung, die sein weiteres Leben maßgeblich prägen sollte.

Denn 1958 machte sich der damals noch nicht einmal 30 Jahre alte Hofmann mit einem Ein-Mann-Betrieb in der Meußdoerffer Straße in Kulmbach selbstständig.

1995

Ende April erfolgte der Startschuss für die Blumenkästen an den Brücken, als Beitrag der Dorfverschönerung, der seither jährlich weitergeführt wird.
Zur 100-Jahr Feier des GBV Schwarzach-Schmeilsdorf, konnte der
Vereinsgarten im August, als „Mustergarten“ vorgestellt und von jedermann besucht werden. Auch der rustikale Pumpbrunnen war fertiggestellt wordenund den zukünftigen Verantwortlichen Gartenhelfern anvertraut. Im September dann der große Festakt zum 100 jährigen Bestehen desGartenbauvereins Schwarzach-Schmeilsdorf, mit Ehrengästen, Musik, Tanz, Ehrungen, Obst-Ausstellung, Kinderprogramm etc.

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