WAS GIBT´S NEUES?

Sonntag, den 03. Juli 2022 von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr Ökologischer Gemüsebauversuchsbetrieb (Galgenfuhr 21, 96050 Bamberg)



Der Tag der offenen Tür der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) findet in diesem Jahr in Bamberg statt. Nach zwei Jahren Pause gibt es ein interessantes und buntes Programm für kleine und große Gartenfans, gestaltet durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LWG und unterstützt von Verbänden und Organisationen, die den Themen der LWG nahe stehen.

mehr erfahren >>

2 Ansichten

Gestern Abend als ich nach Hause kam, lag eine wunderschöne Ringelnatter auf unseren warmen Steinfliesen zur Haustür. Als sie mich bemerkte, schlängelte sie sich schnell ins Efeu.

Gerade gelang es mir noch, ein Handybild von dem Tier zu machen.

Ich freute mich, daß wir wieder Ringelnattern auf unserem Grundstück haben, denn die letzten Jahre waren sie verschwunden. Das war wohl leider auch den Jagdkünsten unserer Katzen zuzuschreiben... Inzwischen haben wir nur einen sehr faulen Kater, der anscheinend kein Interesse an „frischer Schlange“ hat.

Wenn Euer Garten auch Heimat für wilde Tiere bietet, dann schickt mir doch mal ein Foto!

reisert@lithografika.de

Eure Marion



Die beiden Halbmonde am Hinterkopf sind gelb gefärbt und scharf abgegrenzt. Und genau diese Flecken machen die Ringelnatter praktisch unverwechselbar. Ausgewachsene Ringelnattern sind zwischen 80 und 120 Zentimetern lang, einzelne Exemplare können noch größer werden. Der Körper der Ringelnatter weist oberseits meist eine hell- bis dunkelgraue Grundfarbe auf, dazu kommen dunklere Flecken auf dem Rücken und an der Seite. Weitere Artkennzeichen sind die runde Pupille, deutlich erkennbare "Mittelrippen" auf den gekielten Schuppen und die großen Schilder auf dem Kopf.


Friedfertig auch untereinander Die anmutigen Ringelnattern sind für den Menschen vollkommen ungefährlich und pflegen auch untereinander einen friedfertigen Umgang. Insbesondere in April und Mai suchen die paarungsbereiten Tiere Artgenossen des anderen Geschlechts. Die Weibchen werden oftmals von zahlreichen Männchen gleichzeitig umworben; Kämpfe oder Beißereien zwischen den Rivalen treten dabei aber nicht auf. Nach der Paarung werden die trächtigen Weibchen zunehmend unbeweglicher und verbringen viel Zeit mit Sonnen, um so die Entwicklung der Embryonen zu fördern. Die meisten Eiablagen erfolgen dann im Juli oder August, einzelne Tiere legen ihre Eier deutlich früher oder auch später ab.

Die Weibchen bevorzugen zur Eiablage Standorte, die durch Verrottung organischer Materialen eine gewisse Eigenwärme produzieren, wie das beispielsweise in Mist-, Schilf- oder Komposthaufen und vermodernden Baumstümpfen der Fall ist. "Moderne" Ringelnattern nutzen auch Fernwärmeleitungen zur Eiablage. Da gut geeignete Eiablageplätze vielfach von zahlreichen Weibchen aufgesucht werden, kann man mancherorts tausende Eier finden. Die einzelnen Weibchen legen dabei meist 10 bis 30 Eier ab, die von einer pergamentartigen Schale umgeben sind. In Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Eiablage und den kleinklimatischen Gegebenheiten erfolgt der Schlupf in der Regel zwischen Juli und Ende September.


Winterruhe im Komposthaufen Bis zum Erreichen der Geschlechtsreife müssen die kleinen Männchen mindestens drei, die kleinen Weibchen vier oder mehr Überwinterungen erfolgreich überstehen. Den Winter verbringen Ringelnattern oft in Massenquartieren, die beispielsweise an Waldrändern oder in Komposthaufen liegen können. Die Mehrzahl der Schlangen zieht sich im September oder Oktober in die Winterquartiere zurück und taucht im März oder April wieder auf.


Ringelnattern ernähren sich vor allem von Fröschen und Kröten. Zarte Molche und Kaulquappen werden ebenso gerne gefressen; auch kleinere Fische stehen auf dem Speiseplan. Als Gelegenheitsnahrung dienen beispielsweise Mäuse und Schnecken. Da Amphibien die wichtigste Nahrungsgrundlage stellen, sind Ringelnattern oft in deren Nähe zu finden. Insbesondere die Weibchen folgen den nach der Laichperiode abwandernden Lurchen in deren Landlebensräume und entfernen sich dabei oft weit von den Gewässern. Feuchte Vielfalt gesucht Ringelnattern sind insbesondere in Feuchtgebieten und ihrer Umgebung zuhause. Hier leben sie sowohl an eher langsam fließenden Gewässern als auch an Seen und Teichen, in Sümpfen, Feuchtwiesen und anderen Gebieten mit gutem Beuteangebot. Neben Jagdgründen benötigen sie gut geschützte Sonnenplätze, trockene Winterquartiere und Möglichkeiten zur Eiablage. Diese erschiedenen Ansprüche werden insbesondere in vielfältig und kleinteilig strukturierten Landschaften erfüllt. Diese Biotop-Mosaike können aus einem Gewässer mit Schilfgürtel, Grünland, mit Hecken gesäumten Wegrändern und einem Wald oder auch einer strukturreichen Graben-Landschaft bestehen. Bei den Wanderungen zwischen den verschiedenen Teillebensräumen werden viele Ringelnattern Opfer des Straßenverkehrs. Ihre Lebensräume werden jedoch nicht nur zerschnitten, sondern auch unmittelbar zerstört. Dies geschieht beispielsweise durch den Bau von Siedlungen und Verkehrswegen, Flurbereinigungen, den Ausbau von Gewässern und den Umbruch von Grünland zu Ackerland. Schon der Verlust eines Eiablageplatzes oder eines Winterquartiers kann einen ganzen Bestand vernichten. Schutz für einen Glücksbringer Die wichtigste Maßnahme zum Schutz der Ringelnatter besteht in der Erhaltung und Wiederherstellung möglichst ungestörter und unzerschnittener Lebensräume inklusive nahrungsreicher Gewässer. Vielfältige Kleinstrukturen, die Verstecke, Aufwärmungs- oder Abkühlungsmöglichkeiten bieten, sollten ebenso vorhanden sein wie nicht oder nur extensiv genutzte Flächen. Vegetationsmosaike können durch Pflegemaßnahmen erhalten und entwickelt werden; mitunter kann die gezielte Schaffung von Eiablageplätzen oder Winterquartieren sinnvoll sein. Die Lebensräume der Ringelnatter dienen zahlreichen weiteren gefährdeten Arten als Heimstatt. Auch der Mensch profitiert möglicherweise nicht nur durch die Erhaltung schöner Landschaften von Maßnahmen zum Schutz dieser Schlange: Nach altem Volksglauben sollen Ringelnattern, die in der Nähe des Menschen leben, kleine Kinder bewachen, Haus und Vieh schützen und ganz allgemein Glück und Segen bringen. Bericht von Ina Blanke auf der Internetseite des NABU https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/reptilien/04985.html


28 Ansichten

Sie sind klein, aber sie haben es in sich: Die Früchte der Chili-Sorte „Lila Luzi“ sind beindruckend scharf – und mindestens genauso beeindruckend schön. Das hat die bayerischen Gärtner bewogen, sie zu ihrem „Gemüse des Jahres 2022“ zu wählen. Die Setzlinge für die Chili-Pflanzen aus eigenem Anbau sind ab dem „Tag der offenen Gärtnerei“ am 23.04.2022 bei den teilnehmenden bayerischen Gärtnereien erhältlich.


Blickfang und scharfe Würze

Ihre Form entspricht nicht unbedingt der einer klassischen Chili, vielmehr ist sie klein und kegelförmig. Mit ihrer glänzenden Oberfläche leuchten die Schoten aber schon von weitem – und das in den verschiedensten Farben. Denn die Früchte färben sich anfangs gelb und langanhaltend lila, bevor ihre Farbe kurz vor der Reife in Rot umschlägt. Auch ihr Laub ist violett, was der Pflanze zu dem Namen „Lila Luzi“ verholfen hat und sie von Anfang an zum Blickfang macht.

An dieser Chili-Sorte hat die ganze Familie Freude: Nicht nur diejenigen, die gerne ihre Gerichte mit der kleinen, scharfen Schote würzen möchten, sondern auch diejenigen, die sich einfach über eine dekorative Pflanze auf ihrem Balkon oder in ihrem Garten freuen.


Chili-Kultur auf Balkon und Terrasse

Ins Freie darf die Lila Luzi jedoch erst, sobald kein Frost mehr droht. Sie freut sich dann über einen sonnigen und geschützten Platz. Das kann ein Beet mit lockerem Boden ebenso sein wie ein Pflanzgefäß mit guter Gärtnererde. Im Topf ist eine regelmäßige Flüssigdüngung willkommen oder ein Langzeitdünger, der bei der Pflanzung mit eingemischt wird. Dafür bedankt sich die Lila Luzi mit zügigem Wachstum. Bis zu 70 cmgeht, findet sich auch auf dem Balkon genügend Raum. Der Vorteil ist der kurze Weg zur Küche: Wann immer eine scharfe Note für die nächste Mahlzeit erwünscht ist, lässt sich die nötige Anzahl feuriger Früchte

einfach direkt pflücken.


Chili con Carne – auch mal vegetarisch?

Im klassischen „Chili con Carne“, in seiner vegetarischen Variante oder in einem scharfen Zucchini-Relish lässt sich die Lila Luzi direkt verwenden. Oder man „speichert“ die Schärfe mit der Zubereitung von Chili-Öl oder einer Chili-Soße für einen späteren Zeitpunkt. Unter den Aromaölen ist das Chili-Öl ein absoluter Klassiker und ein Muss für alle Scharfesser.

Wer es selber macht, der kann auch selbst entscheiden, wie scharf es werden soll. Aber Vorsicht, das Ergebnis kann durchaus heftig werden! Aktion „Gemüse des Jahres“ – ein Erfolgsmodell.


Als „Gemüse des Jahres“ werden jeweils nur besonders gute und unkompliziert zu pflegende Sorten der jeweiligen Gemüseart von den bayerischen Gärtnern ausgewählt. Haben sie sich im eigenen Garten bewährt, dann spricht nichts dagegen, sie jedes Jahr wieder dort zu

pflanzen. Es soll übrigens gar nicht wenige Balkon- oder Gartenbesitzer geben, die alle „Gemüse des Jahres“ aus den vergangenen Jahren nebeneinander aufgereiht haben – schließlich lässt sich der Geschmack der Chili hervorragend mit Zucchini, Tomaten oder Auberginen kombinieren.

Alles Wissenswerte über das aktuelle und die früheren „Gemüse des Jahres“ sowie Bezugsquellen, Rezepte und Aktuelles sind zu finden unter

www.gemuese-des-jahres.de


Bild: Copyright-Markus-Krausser-2021

Bild: Copyright-Markus-Krausser-2021-

19 Ansichten