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WAS GIBT´S NEUES?



Der Garten darf im Herbst ein bisschen schlampig sein.

Kennt Ihr das auch? Kaum fallen im Herbst die ersten Blätter, erwacht in uns Gartenbesitzern plötzlich der Ordnungsdrang. Der Rasen soll aussehen wie frisch gesaugt, die Stauden werden ratzfatz abgeschnitten, jedes dürre Ästchen verschwindet und spätestens Ende Oktober steht der Garten da wie das Wohnzimmer vor dem Besuch der Schwiegermutter: aufgeräumt bis in die letzte Ecke.


Aber genau da kommt jetzt die gute Nachricht für alle, die bei Laubrechen, Gartenschere und Schubkarre nicht sofort vor Begeisterung in die Gummistiefel springen:

Ihr dürft faul sein!

Zumindest ein bisschen.

Denn was für uns nach „unordentlich“ aussieht, ist für viele Gartenbewohner ein richtig gemütliches Winterquartier.


Der Laubhaufen – Fünf-Sterne-Hotel für Igel & Co.

Herbstlaub muss nicht komplett verschwinden. Natürlich sollte man eine dicke Laubschicht vom Rasen entfernen, wenn man auch im nächsten Jahr noch Rasen und keine geheimnisvolle braune Fläche besitzen möchte. Aber unter Hecken, zwischen Sträuchern oder in einer ruhigen Gartenecke darf das Laub ruhig liegen bleiben.

Bei uns gibt es deshalb hinter dem Schattengärtchen ganz bewusst eine solche wilde Ecke. Und die hat mittlerweile auch zwei ziemlich regelmäßige Stammgäste: Iggy Pop und Bowie.

Unsere beiden Igel besuchen uns – wie schon in den vergangenen Jahren – wieder fast jeden Abend und futtern tüchtig. Sobald es draußen dämmrig wird, kann es also durchaus sein, dass es irgendwo im Garten raschelt und einer der beiden Herren auf dem Weg zum Abendessen ist.

Schon allein wegen dieser beiden Gesellen lassen wir hinter dem Schattengärtchen Laub, Zweige und natürliche Verstecke ganz bewusst liegen.

Man könnte sagen: ein kleines Igelhotel mit eigener Gartenterrasse.

Ob Iggy Pop und Bowie unsere Bemühungen tatsächlich zu würdigen wissen, ist nicht überliefert. Dass sie regelmäßig wiederkommen, werten wir aber einfach einmal als fünf Sterne bei der Igel-Bewertung.


Die Stauden? Bitte stehen lassen!

Auch bei verblühten Stauden juckt es vielen von uns im Herbst gewaltig in den Fingern.

Braune Stängel? Weg damit!

Vertrocknete Blütenstände? Abschneiden!

Dabei können gerade diese alten Stängel für Insekten interessant sein. Außerdem sehen viele Stauden im Winter überraschend schön aus. Wenn sich morgens Raureif auf Sonnenhut, Fetthenne oder Gräser legt, entstehen kleine Kunstwerke, die kein Florist besser hinbekommen würde.

Und das Beste daran: Man musste nichts dafür tun.

Ich persönlich finde ja, dass man jede Gartenarbeit, die sich mit gutem Gewissen auf das Frühjahr verschieben lässt, ausdrücklich begrüßen sollte.


Totholz ist gar nicht so tot

Auch ein paar abgeschnittene Äste müssen nicht sofort gehäckselt oder entsorgt werden. In einer Gartenecke aufgeschichtet, werden sie zu einem kleinen Lebensraum.

Käfer, Insekten und andere Kleintiere freuen sich über solche Verstecke – und irgendwann wird aus dem vermeintlichen „Gartenabfall“ wieder wertvoller Humus.

Natürlich müssen wir deshalb nicht den gesamten Garten in einen Urwald verwandeln, in dem man nur noch mit Machete zum Kompost kommt.

Es geht vielmehr darum, ein paar wilde Ecken zuzulassen.


Ein bisschen weniger Ordnung tut gut

Vielleicht sollten wir unseren Garten im Herbst also einmal mit anderen Augen betrachten.

Der Laubhaufen unter der Hecke ist keine Nachlässigkeit.

Die stehen gebliebenen Stauden sind kein Zeichen dafür, dass wir die Gartenschere nicht mehr gefunden haben.

Und der kleine Reisighaufen hinter dem Schuppen bedeutet keineswegs, dass dort jemand seit drei Jahren nicht aufgeräumt hat.

Wir könnten einfach behaupten:

„Das ist ökologisch wertvoll.“

Klingt doch gleich viel besser.

Also vielleicht beim nächsten Herbstputz einfach einmal die Gartenschere wieder weglegen, den Laubrechen an die Wand stellen und eine Tasse Kaffee trinken.

Denn manchmal ist das Beste, was wir für unseren Garten tun können, tatsächlich:

einfach mal nichts.

Und falls der Nachbar über den Zaun schaut und fragt, warum es bei Euch so wild aussieht, sagt Ihr einfach:

„Des muss su saa! Mir gärtnern etzt naturnah. Doo schausta, gell?!“


Habt Ihr auch eine wilde Ecke in Eurem Garten? Vielleicht sogar einen Laubhaufen, in dem schon einmal ein Igel eingezogen ist? Dann schreibt mir gerne von Euren Erfahrungen!


Eure Marion

 
 


Einladung Apfelfest 2026

Die Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauvereins Schwarzach-Schmeilsdorf e.V. lädt herzlich zum diesjährigen Apfelfest ein!


Am Sonntag, 11. Oktober 2026, von 11 bis 17 Uhr dreht sich rund um das Kelterhaus in der Alten Straße in Schwarzach wieder alles um den Apfel, regionale Genüsse und ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.


Für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt: Freuen Sie sich auf kunstvolle Torten, leckere Obst- und Zwiebelkuchen, Herzhaftes vom Grill sowie Kaffee und erfrischende Getränke.


Ein besonderes Highlight darf dabei nicht fehlen: frisch gepresster Apfelsaft direkt vor Ort!

Auch für Kinder gibt es jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. An verschiedenen Mitmachstationen können sie unter anderem selbst Apfelsaft herstellen, mit Äpfeln drucken und Insektenhotels bauen.


Heimische Handwerker und Produzenten präsentieren außerdem eine vielfältige Auswahl an liebevoll gefertigten Handarbeiten, Naturprodukten und kulinarischen Spezialitäten aus unserer Region.

Wer Fragen rund um Obstbäume und Obstgehölze hat, kann sich von 12 bis 16 Uhr von einem Experten vor Ort beraten lassen.


Und auch das beliebte Erwachsenen-Quiz ist wieder mit dabei: Als Preise warten attraktive Säulenobstbäumchen auf die Gewinner.


Ein Fest wie dieses wäre ohne die Unterstützung vieler fleißiger Hände nicht möglich. Ob beim Backen der zahlreichen Kuchen und Torten, am Grill bei Bratwürsten und Steaks, beim Getränkeausschank, bei der Betreuung unserer kleinen Gäste oder beim Auf- und Abbau – viele Helferinnen und Helfer tragen mit großem Einsatz dazu bei, dass unser Apfelfest jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis wird.

Dafür möchten wir uns schon jetzt ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken! Euer Einsatz, eure Zeit und eure Unterstützung machen dieses Fest erst möglich.


Kommen Sie vorbei, genießen Sie einen schönen Herbsttag mit uns und erleben Sie, was der Apfel alles zu bieten hat.


Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher!


 
 

Wir brauchen dringend Verstärkung für unser Presser-Team!
Wir brauchen dringend Verstärkung für unser Presser-Team!

Wenn im Herbst der Duft frisch gepresster Äpfel durch die Kelterei zieht, beginnt für das Team des Gartenbauvereins Schwarzach-Schmeilsdorf e.V. die arbeitsreichste, aber auch schönste Zeit des Jahres. Seit vielen Jahren ist die vereinseigene Kelterei ein fester Bestandteil des Dorflebens und weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Hier wird aus den Äpfeln, Birnen oder Quitten der Streuobstwiesen naturbelassener Saft – mit moderner Technik, viel Erfahrung und vor allem mit ganz viel Herzblut.


Viele Obstbesitzer freuen sich jedes Jahr darauf, ihre Ernte zur Kelterei zu bringen. Nach der Anlieferung wird das Obst gewogen, gewaschen und sorgfältig verarbeitet. Anschließend wird der Saft gepresst, schonend erhitzt und in praktische Bag-in-Box-Beutel abgefüllt. So können die Kunden ihren eigenen Saft mit nach Hause nehmen – naturrein, ohne Zusätze und mit dem unverwechselbaren Geschmack der eigenen Früchte.

Doch was viele nicht sehen: Hinter jedem Liter Apfelsaft steckt jede Menge ehrenamtliche Arbeit. Während der Keltersaison verbringen die Helfer viele Stunden in der Kelterei. Jeder Handgriff muss sitzen, die Maschinen müssen überwacht und gereinigt werden, und natürlich darf auch der persönliche Kontakt zu den Kunden nicht zu kurz kommen. Es ist echte Teamarbeit, bei der jeder seinen Beitrag leistet.

Die Männer, die diese Arbeit seit vielen Jahren übernehmen, bringen ihre Erfahrung und ihr Wissen mit großer Leidenschaft ein. Doch sie wissen auch: Sie werden alle nicht jünger. Deshalb sucht der Gartenbauverein dringend neue Helferinnen und Helfer, die bereit sind, das Team zu unterstützen und diese wertvolle Arbeit weiterzuführen.


Unsere Kelterei ist mehr als nur eine Möglichkeit, Obst zu Saft zu verarbeiten. Sie ist ein Stück gelebte Gemeinschaft und gehört für viele Menschen in der Region einfach zum Herbst dazu. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir Menschen, die Freude daran haben, gemeinsam anzupacken. Niemand muss alles können – wir arbeiten jeden in Ruhe ein und geben unser Wissen gerne weiter. Es wäre schön, wenn sich neue Helfer finden, die diese Tradition mit uns fortführen möchten“, sagt die 1. Vorsitzende Anja van Avondt.


Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Wichtig sind Zuverlässigkeit, Interesse an der Arbeit und die Bereitschaft, sich während der Keltersaison ehrenamtlich einzubringen. Wer mitarbeitet, lernt nicht nur die Abläufe in einer modernen Kelterei kennen, sondern wird Teil eines engagierten Teams, in dem Zusammenhalt großgeschrieben wird.

Die Kelterei leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Streuobstwiesen und zur nachhaltigen Nutzung regionaler Früchte. Jahr für Jahr sorgt das Team dafür, dass aus der Ernte vieler Obstbesitzer hochwertiger Direktsaft entsteht. Damit dieses Angebot auch künftig bestehen bleibt, ist der Verein auf neue Mitstreiter angewiesen.

Wer Interesse hat, das Kelterteam zu unterstützen oder sich die Arbeit einfach einmal unverbindlich anzuschauen, ist jederzeit herzlich willkommen. Ansprechpartner ist der Gartenbauverein Schwarzach-Schmeilsdorf e.V.


Denn eines steht fest: Maschinen allein machen noch keine Kelterei – es sind die Menschen, die mit ihrem Einsatz, ihrer Erfahrung und ihrer Leidenschaft dafür sorgen, dass aus heimischem Obst Jahr für Jahr ein Stück gelebte Tradition wird.

 
 
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