WAS GIBT´S NEUES?

Wir haben in unserem Verein über 30 Abonnenten des Gartenratgebers und können ihn daher, via Sammelabo, zum Vorzugspreis von 16,50 € p.a. anbieten — als Option, bei einer Mitgliedschaft. Dafür könnt ihr Euch direkt auf unserer Internetseite oder bei der Vorstandschaft, anmelden.

Leseprobe:

Der praktische Gartenratgeber 04/2021



7 Ansichten

Ein „Himmlisches Duo“ lockt jetzt nach draußen:

Die „Bayerische Pflanze des Jahres“ leuchtet weiß-blau

Der Sommer steht in den Startlöchern und mehr denn je freuen wir uns darauf, Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Terrasse und Balkon blühen jetzt endlich auf und werden mit Sommerblumen zu einem entspannenden „Himmel auf Erden“. Mit. der vielseitigen Auswahl an Neuheiten, die die Gärtnereien als Fachbetriebe bereit halten, ist es dabei ein Leichtes, für Abwechslung im persönlichen Paradies zu sorgen. Zusammen mit bewährten Sommerblumen lassen sie sich zu immer wieder neuer Blütenpracht zusammenstellen.

Ihren Favoriten unter den aktuellen Sommertrends haben die Bayerischen Gärtner zur „Pflanze des Jahres 2021“ gekürt. Die Wahl fiel auf die robuste und bienenfreundliche Fächerblume, auch unter ihrem botanischen Namen „Scaevola“ bekannt. Gleich zwei neue Sorten – eine leuchtend weiße und eine blau-violette - haben es den Gärtnern angetan. Und da die beiden bestens harmonieren, bieten die Gärtnereien sie nun zusammen in einem Topf an. Unter dem Namen „Das himmlische Duo“ sind sie ab dem letzten April-Wochenende in über 250 beteiligten Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes erhältlich.

Unzählige kleine Blüten, jede gefächert wie ein Engelsflügel, machen das Pflanzen-Duo zu einem Blickfang. Von weitem leuchtet uns die gesammelte Blütenfülle entgegen. Aus der Nähe betrachtet, faszinieren die filigranen Blüten jede für sich. Und sie ziehen nicht nur die Menschen in ihren Bann. Bestäuberinsekten, allen voran Honig- und Wildbienen, tummeln sich gerne an den Blüten.

„Wenn wir die „Bayerische Pflanze des Jahres“ wählen, dann soll sie nicht nur neu und deshalb etwas besonderes sein.“ betont Gärtnermeister Kurt Scherdi, als Vorsitzender der Jury im Bayerischen Gärtnerei-Verband. „Sie muss auch robust und pflegeleicht sein, so dass sie den ganzen Sommer bis zum Frost durchblüht. Und vor allem wollen wir Gärtner in Bayern einen Beitrag dazu leisten, insektenfreundlichen Pflanzen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Gerade im eigenen Garten oder auch auf dem Balkon kann jeder von uns etwas dafür tun, dass nützliche Insekten einen Lebensraum finden.“

Ein Bienen-Buffet für (fast) jeden Platz

Wer den Tisch für Biene und Co. möglichst abwechslungsreich decken möchte, der kann die diesjährige „Pflanze des Jahres“ sehr gut mit denen aus den Vorjahren kombinieren. Die „Rockin‘ Rosi“ (Pflanze des Jahres 2020) und der „Freche Michel“ (Pflanze des Jahres 2019) bieten Bienen und Hummeln ebenfalls eine beliebte Anlaufstelle. Sie ergänzen sich durch ihre etwas höhere Wuchsform bestens mit der neuesten „Pflanze des Jahres“, so dass sie sich - zusammengepflanzt an einem sonnigen Platz - ausgezeichnet vertragen.

Aber auch wer einen halbschattigen Ort aufblühen lassen möchte, wird am „Himmlischen Duo“ Freude haben, denn dort fühlt sich die Fächerblume ebenfalls wohl. Gräser und Blattschmuckpflanzen unterstreichen an einem solchen Platz die leuchtenden Farben des Duos besonders gut.

Ob Sonne oder Halbschatten: In einem Balkonkasten kommt das „Himmlische Duo“ durch seinen überhängenden Wuchs ebenso gut zur Wirkung wie in einem großen Pflanzgefäß. Eine anspruchsvolle Pflege benötigt es nicht. Mit guter Gärtnererde und einem Langzeitdünger hat die Fächerblume alles, was sie braucht, um bis zum ersten Frost im Herbst durchzublühen. Mit dem Gießen kann man warten, bis die Erde fast komplett trocken geworden ist – man sollte es sogar, denn das Einzige was dieses muntere Duo wirklich übelnimmt, ist Staunässe im Wurzelbereich. Hitze und zeitweilige Trockenheit machen der Fächerblume dafür gar nichts aus – einem himmlisch sonnigen Sommer steht also auch in dieser Hinsicht nichts entgegen.

Das „Himmlische Duo“ bieten über 250 bayerische Gärtnereien ihren Kunden ab Ende April an. Bezugsquellen, Pflegetipps und mehr unter www.das-himmlische-duo.de.


Bildunterschrift:

Ob Sonne oder Halbschatten - das „Himmlische Duo“ aus zwei verschiedenen Fächerblumen wächst zu einer faszinierenden Blütenwolke heran und macht auch den Bienen Freude.

Foto: Renner Print und Media

8 Ansichten

Aktualisiert: Apr 21

DER APFEL DES JAHRES IM LANDKREIS KULMBACH 2021:


Der Glockenapfel wird auch als „Weißer Winterglockenapfel“ oder als „Schweizer

Glockenapfel“ bezeichnet, obwohl er wohl nicht aus der Schweiz kommt; die Herkunft ist

unbekannt. Als typischer Lagerapfel ergänzt er den Vorrat bis weit ins neue Jahr.


Baum: In der Jugend wächst der Baum stark und steil aufrecht (Aufbauschnitt!),

später mittelstark. Die Blüten sind besonders im oberen Drittel des Fruchtholzes angesiedelt. Bei wenig Schnittarbeit wird der hängende Wuchs betont. Im Alter muss frisches Triebwachstum angeregt werden.


Frucht: Die Äpfel sind mittelgroß, zum Kelch hin etwas verlängert und zeigen oft

eine typische Glockenform, machen also ihrem Namen Ehre. Sie färben

sich grünlich bis golden mit sonnseits leuchtend ziegelroter Deckfarbe.


Geschmack: Als typischer Lagerapfel sollte man ihn erst im neuen Jahr verzehren.

Dann wird er auch saftiger und schmeckt angenehm zitronensäuerlich.

Auf die Dauer der Lagerzeit verliert er Säure.


Verwendung: Er ist als später Tafelapfel oder zeitlich früher auch als Verwertungsfrucht

zu nutzen, angenehme Säure bleibt z.B. beim Backen erhalten.


Ertrag: Etwas alternierend, bei Massenertrag auspflücken(!), sonst sind die

Früchte ungenügend ausgebildet.


Lagerung: Als typischer Lagerapfel hält er im guten Kellern bis Pfingsten, sonst

etwa bis 5 Monate nach der Ernte.


Blüte: Die Blüte ist ein guter Pollenspender, erscheint mittelspät und ist recht

frosthart. Sie ist auffallend rosa und meist an Ende der Triebe zu

finden.


Krankheiten: Der Glockenapfel ist wenig anfällig für Mehltau, mehr für Schorf und

Krebs. Stippe und vorzeitiger Fruchtfall können auftreten.


Ansprüche: Der Baum liebt mildere, geschützte Lagen. Die tiefgründigen Böden

dürfen durchaus etwas feuchter sein. Bei anhaltender Trockenheit ist

Wässern sinnvoll. Man kann so Kleinfrüchtigkeit und vorzeitigem

Fruchtfall vorbeugen.



8 Ansichten