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WAS GIBT´S NEUES?

Aktualisiert: 6. Okt.


Bild KI-unterstützt.
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Warum der Oktober eine richtig gute Pflanzzeit ist.

Im Oktober sieht unser Garten ja nicht gerade nach Hochbetrieb aus. Die Stauden hängen ein bisschen müde herum, die meisten Bäume haben ihre Blätter längst abgeworfen und auch wir Gartenbesitzer verspüren plötzlich eine erstaunliche Neigung, Gartenschere und Spaten gegen Kaffeetasse und warmes Wohnzimmer einzutauschen. Man könnte meinen: Feierabend im Garten.


Aber weit gefehlt!

Während oberirdisch langsam Ruhe einkehrt, wird unter unseren Füßen noch tüchtig gearbeitet. Und genau deshalb ist der Oktober für viele Pflanzen eine richtig gute Zeit, um noch einmal den Spaten aus dem Schuppen zu holen.

Ja, tatsächlich: Jetzt wird gepflanzt!


Warum ausgerechnet im Oktober?

Im Herbst ist der Boden oft noch erstaunlich warm. Gleichzeitig sind die Tage kühler und feuchter geworden und die Pflanzen müssen ihre Kraft nicht mehr in neue Blätter, Blüten oder Triebe stecken.

Das bedeutet: Sie können sich in aller Ruhe um das kümmern, was man von oben gar nicht sieht – ihre Wurzeln.

Und die haben jetzt einiges vor.

Solange der Boden nicht gefroren ist, können viele Gehölze, Stauden und andere winterharte Pflanzen noch neue Feinwurzeln bilden. Bis zum Frühjahr haben sie dadurch schon einen kleinen Vorsprung.

Während wir im März noch überlegen, wo wir eigentlich unsere Gartenhandschuhe hingelegt haben, ist die Pflanze im Idealfall längst startklar.


Besonders praktisch: Gehölze und wurzelnackte Pflanzen.

Gerade Laubgehölze, Beerensträucher, Rosen und viele Obstgehölze lassen sich im Herbst hervorragend pflanzen. Besonders interessant sind sogenannte wurzelnackte Pflanzen. Die kommen – der Name verrät es schon – ohne Topf und ohne großen Erdballen daher. Für jemanden, der zum ersten Mal eine wurzelnackte Pflanze sieht, wirkt das möglicherweise ein wenig besorgniserregend. Da hält man plötzlich einen Strauch in der Hand, unten hängen ein paar nackte Wurzeln heraus, und man fragt sich unwillkürlich:

„Soll das wirklich noch was werden?“

Ja, soll es.

Wichtig ist nur, dass die Wurzeln nicht austrocknen, beschädigte Stellen entfernt werden und die Pflanze möglichst bald in die Erde kommt. Dann ordentlich angießen – auch wenn es draußen kühl ist.

Denn „Herbst“ bedeutet nicht automatisch „Wasser gibt es genug“.


Pflanzen ist kein Tiefbauprojekt.

Beim Pflanzloch gilt übrigens nicht: Je tiefer, desto besser.

Die Pflanze sollte ungefähr so tief stehen, wie sie vorher in der Baumschule oder im Topf gestanden hat. Ein ausreichend breites Pflanzloch hilft den Wurzeln, sich leichter auszubreiten. Anschließend Erde auffüllen, vorsichtig antreten und kräftig gießen. Und dann?

Dann darf die Pflanze erst einmal machen. Das ist überhaupt eine der angenehmsten Gartenarbeiten: Man buddelt ein Loch, setzt etwas hinein und darf anschließend behaupten, man habe langfristig etwas für die Gartengestaltung getan.


Aber bitte nicht bei Frost!

Ganz grenzenlos ist die Begeisterung fürs Oktoberpflanzen natürlich nicht. Wenn der Boden gefroren, völlig durchnässt oder matschig ist, bleibt der Spaten besser stehen. Auch empfindliche Pflanzen, die mit winterlicher Nässe oder Frost Probleme haben, pflanzt man häufig lieber im Frühjahr. Aber für viele robuste Gartenpflanzen gilt: Solange der Boden offen ist, kann der November noch Pflanzzeit sein.


Und jetzt kommt der schönste Teil.

Wer im Oktober oder November pflanzt, tut etwas, dessen Erfolg man nicht sofort sieht. Im Moment steht da vielleicht nur ein kleiner Strauch, ein unscheinbares Gehölz oder eine Staude, die aussieht, als hätte sie ihre besten Tage bereits hinter sich. Aber im Frühjahr passiert plötzlich etwas. Die Knospen wachsen an, erste Blätter erscheinen und irgendwann denkt man: „Ach schau – die lebt ja wirklich!“

Und genau das macht Gartenarbeit doch so schön. Man pflanzt heute etwas, obwohl der Garten schon langsam in den Winterschlaf geht – und freut sich Monate später darüber.

Also: Bevor Ihr den Spaten endgültig einmottet, schaut Euch ruhig noch einmal im Garten um. Vielleicht fehlt an der einen oder anderen Stelle doch noch ein Strauch, eine Rose, ein Beerenobst oder ein kleines Gehölz. Denn auch wenn oben schon fast alles schläft: Unter der Erde ist noch lange nicht Feierabend.


Und wenn es draußen anschließend kalt und ungemütlich wird, dürfen wir uns auch ganz beruhigt wieder unserer Kaffeetasse widmen - oder dem Glühwein.

Schließlich haben wir gearbeitet. Zumindest ein bisschen.


Eure Marion


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Der Garten darf im Herbst ein bisschen schlampig sein.

Kennt Ihr das auch? Kaum fallen im Herbst die ersten Blätter, erwacht in uns Gartenbesitzern plötzlich der Ordnungsdrang. Der Rasen soll aussehen wie frisch gesaugt, die Stauden werden ratzfatz abgeschnitten, jedes dürre Ästchen verschwindet und spätestens Ende Oktober steht der Garten da wie das Wohnzimmer vor dem Besuch der Schwiegermutter: aufgeräumt bis in die letzte Ecke.


Aber genau da kommt jetzt die gute Nachricht für alle, die bei Laubrechen, Gartenschere und Schubkarre nicht sofort vor Begeisterung in die Gummistiefel springen:

Ihr dürft faul sein!

Zumindest ein bisschen.

Denn was für uns nach „unordentlich“ aussieht, ist für viele Gartenbewohner ein richtig gemütliches Winterquartier.


Der Laubhaufen – Fünf-Sterne-Hotel für Igel & Co.

Herbstlaub muss nicht komplett verschwinden. Natürlich sollte man eine dicke Laubschicht vom Rasen entfernen, wenn man auch im nächsten Jahr noch Rasen und keine geheimnisvolle braune Fläche besitzen möchte. Aber unter Hecken, zwischen Sträuchern oder in einer ruhigen Gartenecke darf das Laub ruhig liegen bleiben.

Bei uns gibt es deshalb hinter dem Schattengärtchen ganz bewusst eine solche wilde Ecke. Und die hat mittlerweile auch zwei ziemlich regelmäßige Stammgäste: Iggy Pop und Bowie.

Unsere beiden Igel besuchen uns – wie schon in den vergangenen Jahren – wieder fast jeden Abend und futtern tüchtig. Sobald es draußen dämmrig wird, kann es also durchaus sein, dass es irgendwo im Garten raschelt und einer der beiden Herren auf dem Weg zum Abendessen ist.

Schon allein wegen dieser beiden Gesellen lassen wir hinter dem Schattengärtchen Laub, Zweige und natürliche Verstecke ganz bewusst liegen.

Man könnte sagen: ein kleines Igelhotel mit eigener Gartenterrasse.

Ob Iggy Pop und Bowie unsere Bemühungen tatsächlich zu würdigen wissen, ist nicht überliefert. Dass sie regelmäßig wiederkommen, werten wir aber einfach einmal als fünf Sterne bei der Igel-Bewertung.


Die Stauden? Bitte stehen lassen!

Auch bei verblühten Stauden juckt es vielen von uns im Herbst gewaltig in den Fingern.

Braune Stängel? Weg damit!

Vertrocknete Blütenstände? Abschneiden!

Dabei können gerade diese alten Stängel für Insekten interessant sein. Außerdem sehen viele Stauden im Winter überraschend schön aus. Wenn sich morgens Raureif auf Sonnenhut, Fetthenne oder Gräser legt, entstehen kleine Kunstwerke, die kein Florist besser hinbekommen würde.

Und das Beste daran: Man musste nichts dafür tun.

Ich persönlich finde ja, dass man jede Gartenarbeit, die sich mit gutem Gewissen auf das Frühjahr verschieben lässt, ausdrücklich begrüßen sollte.


Totholz ist gar nicht so tot

Auch ein paar abgeschnittene Äste müssen nicht sofort gehäckselt oder entsorgt werden. In einer Gartenecke aufgeschichtet, werden sie zu einem kleinen Lebensraum.

Käfer, Insekten und andere Kleintiere freuen sich über solche Verstecke – und irgendwann wird aus dem vermeintlichen „Gartenabfall“ wieder wertvoller Humus.

Natürlich müssen wir deshalb nicht den gesamten Garten in einen Urwald verwandeln, in dem man nur noch mit Machete zum Kompost kommt.

Es geht vielmehr darum, ein paar wilde Ecken zuzulassen.


Ein bisschen weniger Ordnung tut gut

Vielleicht sollten wir unseren Garten im Herbst also einmal mit anderen Augen betrachten.

Der Laubhaufen unter der Hecke ist keine Nachlässigkeit.

Die stehen gebliebenen Stauden sind kein Zeichen dafür, dass wir die Gartenschere nicht mehr gefunden haben.

Und der kleine Reisighaufen hinter dem Schuppen bedeutet keineswegs, dass dort jemand seit drei Jahren nicht aufgeräumt hat.

Wir könnten einfach behaupten:

„Das ist ökologisch wertvoll.“

Klingt doch gleich viel besser.

Also vielleicht beim nächsten Herbstputz einfach einmal die Gartenschere wieder weglegen, den Laubrechen an die Wand stellen und eine Tasse Kaffee trinken.

Denn manchmal ist das Beste, was wir für unseren Garten tun können, tatsächlich:

einfach mal nichts.

Und falls der Nachbar über den Zaun schaut und fragt, warum es bei Euch so wild aussieht, sagt Ihr einfach:

„Des muss su saa! Mir gärtnern etzt naturnah. Doo schausta, gell?!“


Habt Ihr auch eine wilde Ecke in Eurem Garten? Vielleicht sogar einen Laubhaufen, in dem schon einmal ein Igel eingezogen ist? Dann schreibt mir gerne von Euren Erfahrungen!


Eure Marion

 
 


Einladung Apfelfest 2026

Die Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauvereins Schwarzach-Schmeilsdorf e.V. lädt herzlich zum diesjährigen Apfelfest ein!


Am Sonntag, 11. Oktober 2026, von 11 bis 17 Uhr dreht sich rund um das Kelterhaus in der Alten Straße in Schwarzach wieder alles um den Apfel, regionale Genüsse und ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.


Für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt: Freuen Sie sich auf kunstvolle Torten, leckere Obst- und Zwiebelkuchen, Herzhaftes vom Grill sowie Kaffee und erfrischende Getränke.


Ein besonderes Highlight darf dabei nicht fehlen: frisch gepresster Apfelsaft direkt vor Ort!

Auch für Kinder gibt es jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. An verschiedenen Mitmachstationen können sie unter anderem selbst Apfelsaft herstellen, mit Äpfeln drucken und Insektenhotels bauen.


Heimische Handwerker und Produzenten präsentieren außerdem eine vielfältige Auswahl an liebevoll gefertigten Handarbeiten, Naturprodukten und kulinarischen Spezialitäten aus unserer Region.

Wer Fragen rund um Obstbäume und Obstgehölze hat, kann sich von 12 bis 16 Uhr von einem Experten vor Ort beraten lassen.


Und auch das beliebte Erwachsenen-Quiz ist wieder mit dabei: Als Preise warten attraktive Säulenobstbäumchen auf die Gewinner.


Ein Fest wie dieses wäre ohne die Unterstützung vieler fleißiger Hände nicht möglich. Ob beim Backen der zahlreichen Kuchen und Torten, am Grill bei Bratwürsten und Steaks, beim Getränkeausschank, bei der Betreuung unserer kleinen Gäste oder beim Auf- und Abbau – viele Helferinnen und Helfer tragen mit großem Einsatz dazu bei, dass unser Apfelfest jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis wird.

Dafür möchten wir uns schon jetzt ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken! Euer Einsatz, eure Zeit und eure Unterstützung machen dieses Fest erst möglich.


Kommen Sie vorbei, genießen Sie einen schönen Herbsttag mit uns und erleben Sie, was der Apfel alles zu bieten hat.


Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher!


 
 
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