top of page

WAS GIBT´S NEUES?


Dunkellila Akeleien vor Alliumblüten bei uns im Garten. Ein paar Tulpen halten sich auch noch wacker.
Dunkellila Akeleien vor Alliumblüten bei uns im Garten. Ein paar Tulpen halten sich auch noch wacker.

Die Akeleien in unserem Garten in Burghaig führen ein Eigenleben, und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, als hätten sie den Grundbucheintrag persönlich unterschrieben. Niemand hat sie offiziell eingeladen, aber plötzlich stehen sie da: Mit ihren eleganten Blüten sehen sie aus wie kleine Hofdamen aus einem botanischen Barockfilm, die sich zufällig zwischen Salat und Lavendel verirrt haben.


Besonders bemerkenswert ist ihre Haltung. Andere Blumen wachsen einfach. Akeleien dagegen posieren. Jede Blüte hängt leicht schräg, als würde sie sagen: „Ach, bitte nicht von unten fotografieren.“ Und dann diese Farben! Mal zart violett, mal tiefblau, mal mädchenhaft in Rosa-Weiß – als hätten sie nachts heimlich die Garderobe gewechselt.


Das Faszinierende an Akeleien ist außerdem ihre völlige Missachtung gärtnerischer Planung. Man setzt sie an einen Ort – und im nächsten Jahr wachsen sie drei Meter weiter links, mitten in den Johannisbeeren oder direkt neben der Regentonne. Offenbar betrachten sie Gartenpläne eher als unverbindliche Vorschläge. Wahrscheinlich treffen sie sich nachts zu kleinen Strategiesitzungen: „Du gehst nächstes Jahr ins Kräuterbeet, ich übernehme die Ecke am Kompost.“


Dabei wirken sie immer freundlich und harmlos. Aber ich bin sicher, dass Akeleien insgeheim sehr genau wissen, was sie tun. Während Tulpen geschniegelt verblüht herumstehen, machen Akeleien immer noch einen auf elegante Gartenaristokratie. Und wehe, man versucht sie zu kontrollieren. Da lachen sie wahrscheinlich leise in ihre Blütenkelche hinein. Akeleien sind die anarchistischen Elfen unter den Gartenpflanzen: wunderschön, charmant und völlig unbeeindruckt von menschlicher Autorität.


Kurz gesagt: Mein Garten gehört offiziell mir. Inoffiziell regieren dort die Akeleien. Und ehrlich gesagt – ich gönne es ihnen.

Eure Marion



 
 


Ein Vortrag mit Verkostung am Montag 15.06.2026, 19.00 - 20.30 Uhr im Martin-Luther-Haus, Waaggasse 4, 95326 Kulmbach.


Das Gartenjahr ist eröffnet und auch das Evangelische Bildungswerk Oberfranken-Mitte e.V. widmet sich einer ganz besonderen Pflanzenwelt. Am Montag, 15.06.2026 um 19:00 Uhr findet im Martin-Luther-Haus in Kulmbach (Waaggasse 4) der Vortrag "Biblische Pflanzen und ihre Bedeutung" statt. Die Kräuterpädagogin Lydia Fuchs nähert sich so der Bibel aus einer ganz anderen Perspektive und stellt ausgewählte Pflanzen vor, die für Leben und Glauben der Menschen eine besondere Bedeutung hatten.


Welche Rolle spielten Pflanzen im biblischen Israel? Im Alten und Neuen Testament werden etwa 110 heimische Pflanzenarten erwähnt. Ihre Bedeutung reicht weit über die Ernährung hinaus: Sie dienten als Baumaterial, als Heilmittel oder für kultische Handlungen. Die abwechslungsreiche Topografie und die verschiedenen Klimazonen Israels führten zu einer vielfältigen Pflanzenwelt, die eng mit dem Alltag und der Kultur der Menschen jener Zeit verbunden war. In diesem Vortrag werden ausgewählte Pflanzen anhand biblischer Texte vorgestellt und auch verkostet. Dabei wird deutlich, wie sehr Pflanzen das Leben, die Rituale und den Glauben der biblischen Gemeinschaften geprägt haben.


Kosten: Erwachsenen: 10 Euro

Anmeldung: Schriftlich bis 08.06.2026 über das Anmeldeformular auf der Internetseite des Evangelischen Bildungswerk Oberfranken-Mitte e. V.

 
 

Aktualisiert: 19. Mai


Die „Bayerische Pflanze des Jahres“ ist etwas Besonderes: Die glöckchenförmigen Blüten sehen aus wie Feenröckchen und ihr Farbmuster ist einmalig. Foto: Carola Thieme
Die „Bayerische Pflanze des Jahres“ ist etwas Besonderes: Die glöckchenförmigen Blüten sehen aus wie Feenröckchen und ihr Farbmuster ist einmalig. Foto: Carola Thieme

Seid ihr auf der Suche nach einer zauberhaften Balkonpflanze?


2026 hat Bayern einen echten Gute-Laune-Garant gekürt: den „Feenstaub“ – eine Minipetunie, die ihrem Namen alle Ehre macht. Was auf den ersten Blick zart und verspielt klingt, entpuppt sich schnell als echtes Blühwunder mit ordentlich Ausdauer.

Diese kleine Balkonheldin lässt sich weder von Sommerhitze beeindrucken noch geht ihr so schnell die Puste aus. Stattdessen blüht sie unermüdlich vor sich hin – üppig, farbenfroh und bis weit in den Herbst hinein, wenn andere Pflanzen längst aufgegeben haben. Während wir schon zur Strickjacke greifen, legt der Feenstaub nochmal nach.

Besonders schön: Sie verlangt dabei gar nicht viel Aufmerksamkeit. Ein bisschen Wasser, ein sonniges Plätzchen – und schon verwandelt sie jeden Balkon in ein kleines Blütenmeer. Fast so, als hätte jemand tatsächlich eine Prise Zauber darüber gestreut. Kurz gesagt: Der „Feenstaub“ ist 2026 nicht nur eine Pflanze des Jahres, sondern so etwas wie der inoffizielle Balkon-Mitbewohner mit Dauergrinsen-Garantie.


Also ich finde sie klasse!

Eure Marion


Hier könnt ihr alles über die Pflanze erfahren und noch mehr Bilder ansehen:


 
 
bottom of page